Autor: Uli Führe (Texte und Musik) / Jörg Ehni (Texte)
Uli Führe gehört seit Jahren zu den schöpferischsten Autoren, was das Singen mit Kindern, Jugendlichen und junggebliebenen Erwachsenen angeht, und ist immer wieder für allerlei Überraschungen gut.
Mit „Feuerzutz & Luftikant“ komplettiert er seine Reihe von Kinderliedern mit ausgefallenen Texten und fetzigen Melodien, wie wir es von „Mobo Djudju“, „Kroko Tarrap“ und anderen Sammlungen kennen. Diesmal sind die Texte noch skurriler geraten und verlangen zuweilen differenziertes Mitdenken, bis man verstanden hat, was ein „Bokzidumdistat“ oder eine „Saufernaschdasobst“ sein könnte. Ob man findet, dass die Lust am Fabulieren und Verklausulieren mitunter etwas zu weit geht, ist sicher persönliche Geschmacksache. Die Melodien sind meiner Meinung nach nicht alle gleich eingängig und griffig, zuweilen ein wenig abstrakt geraten („Der Wasserling“, „Der Hand-Hund“), aber bei vielen Stücken auch wieder ganz nach Uli-Führe-Machart mitreißend und ansteckend („Der Papagei“, „E.R.Kalter“).
Das pädagogische Anliegen des Autors erstreckt sich nicht nur auf das Vermitteln von Freude am Singen – obwohl dies allein schon dankenswert genug wäre! – , thematische Bezüge liefern Material über die vier Elemente und weitere Phänomene, die sich im Schulunterricht auch fächerübergreifend einsetzen lassen, wenn die Lehrkräfte sich trauen, auch in ihren Unterrichtsstunden mit den Kindern zu singen und dies nicht nur dem Musikunterricht überlassen. Den Sachkunde-, Mathematik- und Deutschunterricht können solche themenbezogenen Lieder sehr bereichern. Darüber hinaus unterstützen Textspielereien in Liedern und Sprechstücken die Sprech- und Sprachförderung in der Vorschul- und Schulerziehung.
(auf "kinderstimmbildung.eu" 2008)
Neue Lieder von Uli Führe, von wunderbar hoher melodischer Qualität, die trotz der einfachen Ausführbarkeit nie die Originalität im Detail vermissen lassen. Die Autoren setzen sich in dem Kinderliederbuch neben frechen, witzigen, animierenden Tieren und Menschen mit den Jahreszeiten und den Elementen Erde, Wasser, Feuer und Luft auseinander. Klassische Themen des Kindergarten und Grundschularbeit erhalten so einen ansprechenden musikalischen Rahmen. Unbedingt zu empfehlen!
(Rezension in: Chor aktuell, März 2008)
Es lohnt sich dieses Buch genauer anzuschauen. Wo findet man einen ganzen Zyklus mit Liedern über die Elemente? Welches Lied erzählt so witzig von Metallen wie der ‚Eisenking‘? Da werden Spiellieder und zweite Stimmen angeboten, bei allen gibt es Akkordbezeichnungen und dazu 14 Klaviersätze. Mal Rap und mal Sprechkanon – einige Lieder eignen sich vorzüglich für Stimmbildungsübungen. Kinder und Lehrer dürfen sich auf munter-witzige und besinnliche Stunden freuen.
(Rezension in: "vox humana" Oktober 2007)
40 neue, moderne Lieder hat Uli Führe veröffentlicht, die von den vier Elementen und ungewöhnlichen Gestalten handeln: vom Feuerschlunz, der Wassermaus, Frau Fü Ling und Herrn Bst. Die Lieder ein- bis zweistimmig, dazu einige Kanons und zwei Sprechstücke. mit Akkordbezeichnungen und zum Teil mit Klaviersatz oder Stabspielbegleitung.
Die Texte sind witzig, originell, und spielen mit der Sprache (Schüttelreime und Zungenbrecher) oder sie wirken lautmalerisch. Die Texte sind gut rhythmisiert – falsche Betonungen gibt es nicht, dafür findet man Taktwechsel, Synkopen und andere Offbeats.
Die Lieder sind mal schwungvoll, mal zart oder lyrisch, auf jeden Fall stimmungsvoll. Dabei ist die Melodieführung keineswegs nur einfach, sie enthält oft auch größere Sprünge in verschiedene Richtungen (u.a. Sexten nach unten) und Modulationen in andere Tonarten. Zu einigen Liedern sind Gestaltungs- und Spielideen aufgeführt, die motivierend und nach viel Spaß beim Singen klingen. Die Illustrationen mit skurrilen Gestalten unterstreichen die Komik mancher Lieder. Auf der CD hört man Lieder gesungen von Kindern im Wechsel mit Erwachsenen. Die Kinderstimmen klingen natürlich und fröhlich, der Text ist verständlich und gut gesprochen. Begleitet werden sie von einem vielfältigen akustischen Instrumentarium – das einzige elektronische Instrument, der E-Bass, hält sich im Hintergrund. – Nicht jedes Lied ist für alle geeignet, aber für alle ist etwas dabei. An den Sprachspielen und Schüttelreimen werden sich diejenigen Kinder freuen, die den sprachlichen Witz verstehen.
(Rezension in "Orff-Schulwerkinformation 78" IV/2007)