Autor: Gerhard A. Meyer / Gerhard Weiler
Wir haben am vergangenen Wochenende mit unserer Grundschule das Musical aufgeführt.
Es war ein voller Erfolg, nicht nur aufgrund der tollen Musik und Tänze, sondern auch dank der wunderbaren Kostüme, die wir extra für das Musical angeschafft haben.
Nun sind die Aufführungen vorbei und die Kostüme hängen 'wartend' in der Ecke.
Wir haben massenhaft Pinguinkostüme in diversen Größen, Gorillakostüme, Affen-, Biber-, Albatros- und Löwenkostüm abzugeben.
Bei Interesse bitte melden unter
Pinguinmusical(at)gmx.de
Das Musical besticht durch eingängige Stücke in kindgerechter Singlage.
Die Musik überwiegt gegenüber dem Sprechtext.
Inhaltlich ist das Stück etwas platt, es werden Probleme aufgeworfen, aber keine zufriedenstellenden Lösungen dafür angeboten:
Paul ist nicht integriert, also muss er gehen. Der Zoodirektor ist böse, also wird er eingesperrt.
Paul vermisst seine Eltern, also ruft er sie am anderen Ende der Erde an. Das ist doch eine sehr vereinfachte Darstellung der Welt.
Mit einer Grundschule sehr gut machbar und in der Praxis erprobt.
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Antwort unseres Lektors zur inhaltlichen Frage:
"a) Paul geht nicht, weil er dazu von anderen gezwungen wird, sondern er geht, weil er sich ein reicheres, erfüllteres Leben wünscht. Dass seine Lebensumstände ihn mit dazu antreiben, ist geradezu menschlich. Zudem ist dies kein Musical über Integrationsprobleme, sondern darüber, wie es sich anfühlt, wenn eine Sehnsucht in einem brennt, und wie man versuchen kann, seine Träume zu verwirklichen.
b) Dass jemand, der Böses tut, in irgendeiner Weise dafür zur Rechenschaft gezogen wird, halte ich nicht für eine verkehrte Aussage. Zudem ist dies kein Musical über den Umgang mit Kriminalität in einer Gesellschaft, sondern der Zoodirektor stellt lediglich eine Etappe (und schwierige Erfahrung) auf Pauls Weg zum Glück dar.
c) Auch ist nichts Verwerfliches dabei, dass man aus Sehnsucht nach den Eltern diese anruft. Sowas passiert doch überall und zu jeder Zeit auf der Welt. Zudem ist dies kein Musical über den Umgang mit Trennungen, sondern dieses Telefonat schließt lediglich den Kreis zurück zum Anfang, um darzustellen, dass man - trotz großer räumlicher Trennung und trotz der Tatsache, dass man nun seinen eigenen Weg im Leben geht - immer noch Kontakt zu seinen Wurzeln haben kann und darf.
Der rote Faden und das eigentliche Thema dieses Stücks werden nie aus den Augen verloren. Würde man diese 3 "Probleme" (die man als solche nicht überbewerten sollte; denn sie werden im Stück nicht als zentrale Probleme dargestellt, sondern vielmehr mit Humor geschildert) in ihrer Tiefenstruktur betrachten und im Stück mehr Rücksicht auf ihre möglichen vielfältigen Assoziationen nehmen, würde das Stück erstens ausufernd und langweilig werden und zweitens seinen Fokus auf Pauls individuelles Schicksal verlieren. Denn diese 3 Aspekte sind lediglich Prüfsteine und Reibeflächen für Pauls Suche nach dem Glück. "
Ihr FIDULA-VERLAG, Enrico Ehlers (Lektorat)