Autor: Andreas Schmittberger
" (...) Im Laufe der Handlung treten zunehmend Mut und Zivilcourage, Verantwortungsgefühl und Freundschaft an die Stelle von Angst und Verzweiflung. Ungerechtigkeiten werden nicht einfach hingenommen; sei es, um im Mittelalter Ketzer zu retten oder in der Gegenwart, um sich gegen das Mobbing von Mitschülern zu behaupten.
Auch der Titelheld Leonardo durchläuft eine positive Entwicklung: aus dem Hasenfuß wird ein Löwenherz, das sich gegen jedes Unrecht zur Wehr setzt. Eine facettenreiche Musik transportiert diese Themen in das Ohr und in das Herz des Zuschauers. Die Bandbreite ist groß. Neben Instrumentalstücken mit mittelalterlichen Melodien erklingen Balladen, orientalische Elemente, Pop-, Rap-, Funk- und Rocksequenzen. Die Sprechtexte des Mysticals stehen dem Charme der Musik in nichts nach.
Lateinische Redewendungen und das für heutige Ohren seltsam gestelzt klingende Deutsch des Mittelalters stehen in deutlichem Kontrast zur aktuellen lässigen Jugendsprache und sorgen somit bei den Dialogen für erheiternde Abwechslung, sowohl bei den Darstellern als auch beim Publikum.
Ein Kunstgriff macht das Spiel mit den Gegensätzen möglich. Es ist ein Zeitsprung von Leonardo, der ihn dank eines magischen Amuletts auf der Flucht vor der Inquisition aus dem Jahr 1348 in das Jahr 2011 führt. Hier angekommen, versucht er alles, in die Vergangenheit zurückzukehren, um seinen Vater vor dem drohenden Scheiterhaufen zu retten. Mithilfe seiner Freunde gelingt es ihm nach Überwindung einiger Schwierigkeiten, in die Vergangenheit zurückzukehren und den Vater zu retten (...)"
(VSM - Volksstimme Halberstadt vom 12.05.2011)
Ich finde das Musical voll cool, weil es ist witzig und die Lieder sind mega toll !!!
Ich liebe das Lied o Fortuna!!
Danke an alle die dieses Musical erfunden haben!!
Die Musik des Musical umschreibt eine enorme Spannbreite: Neben Instrumentalstücken mit mittelalterlichen Melodien, finden sich auch orientalische Elemente, Pop-, Funk-, Rap- und Rocksequenzen, sowie Balladen und der klassische Kanon „Froh zu sein“ wieder.
Die Texte der Songs handeln von Angst, Mut, Lüge, Wahrheit und Freundschaft, also Themen, die Kinder und Jugendliche betreffen und mit denen sie sich identifizieren können. Vor allem das Thema Mobbing in und außerhalb der Schule ist nach wie vor sehr aktuell.
Die Sprechtexte des Musicals bieten durch altertümliche „Mittelaltersprache“ und lateinischen Redewendungen auf der einen Seite und Ausdrücke wie „affengeil“ und „krass“ aus der modernen Jugendsprache auf der anderen eine schöne und belustigende Abwechslung, sowohl für die Darsteller, als auch für die Zuschauer.
(newsletter der Freiburger SchulprojektWerkstatt, Juli 2009)
Das melodische Material entnimmt der Komponist überlieferter spätmittelalterlicher Musik (dies irae, trotto, la volte u.a.). Seiner Vorliebe für Orientalismen bleibt er treu (siehe „Die chinesische Nachtigall“). Dabei bewegt sich die Musik auf den Spuren bekannter epischer Werke, weckt Assoziationen zu Stücken wie "Herr der Ringe", "Star Trek", "Phantom der Oper" oder "James Bond" und wird den jugendlichen Freunden von Filmmusik gefallen. In gekonnter Crossover-Technik entsteht durch die Verschmelzung mittelalterlicher Klangmuster mit aktuellen Sounds eine zeitgemäße „Mythenmusik“.
Die angeregte Instrumentierung ist sehr humorvoll und klangfarbenreich. Geschickt werden mittelalterliche Instrumente in neue Klangbeziehungen gesetzt. Klanglich befriedigt dieses musikalische Experiment vor allem dann, wenn ein farbiges Instrumentarium zur Verfügung steht. Hierzu sollten ungeniert diverse Keyboardsounds dazu gehören. Die mittelalterliche Zahlenmystik beeinflusst teilweise auch die Komposition – so z. B. beim Lied „SIEBEN“, dessen Refrain im 7/8-Takt komponiert ist.
Von den 17 Musiknummern sind 6 reine Instrumentalstücke. In diesen Zwischenspielen, die eine Umbaupause überbrücken können, hat ein Schülerorchester gute Möglichkeiten zur Mitwirkung.
Die Rollenbesetzungen sind flexibel und an der jeweiligen Praxis zu orientieren, Doppelbesetzungen sind möglich, auch Geschlechter können tauschen (aus Jungs können genauso gut weibliche Darsteller werden).
Das Stück ist bereits mit 14 Mitwirkenden zu realisieren. Ideal ist Klassengröße.
Die Sprache ist schauspieltauglich, humorvoll, der Situationskomik angepasst. Der Humor ist auf ältere Jugendliche ab der Pubertät abgestimmt, sehr nah an der Empfindungswelt heranwachsender Jugendlicher und insofern ein tolles Teenager-Stück, das praktische Gegebenheiten von weiterführenden Schulen berücksichtigt.
Nicht allzu große Mittelstufen-Gruppen kommen hier voll auf ihre Kosten.
(Rezension Juni 2008 im Musiktheaterarchiv Baden-Württemberg)
ich hab mitgemacht und finds toll!!!