Autor: Hartmut E. Höfele & Freunde
„Wenn ihr einen Ort besucht und verstehen wollt, dann hört euch die Musik an, die dort gemacht wird. Ihr werdet alles über diesen Ort erfahren.“
Das Autorenteam um Hartmut E. Höfele zitiert mit diesen Worten Konfuzius und setzt damit dem eigenen Projekt einer CD-Einspielung mit Kinderliedern aus aller Welt hohe Maßstäbe. Es wird diesem Anspruch jedoch durch die Instrumentierung der Lieder unter bewusster Verwendung eines der jeweiligen Musikkultur entsprechenden Instrumentariums größtenteils gerecht. Es gelingt, hörend in die jeweilige Kultur ein Stück weit einzutauchen.
Die Auswahl der Lieder zeigt unter rhythmisch wie melodischen Aspekten eine bunte Bandbreite von beschwingten und zum Tanzen animierenden bis hin zu eher verhaltenen und ruhigen Klängen. Sicher wird der eine oder andere Ohrwurm bei den Kindern seine Spuren hinterlassen. Die Möglichkeit des Mitsingens wird durch eine bewusst zweisprachig gehaltene Liedgestaltung begünstigt.
Alles in Allem: Eine gelungene Ausgabe, die sich vor allem durch ihre instrumental-musikalische Stärke auszeichnet und ein wirkliches Gespür für die Verschiedenartigkeit der Musikkulturen der Welt zu vermitteln vermag. (Rezension in „Orff Schulwerk Informationen“ Heft 80 - Winter 2008)
Die Klangohr Kinderjury: „Auf der CD sind ganz verschiedene Lieder aus verschiedenen Ländern ... auf Deutsch und in der Sprache des fremden Landes … das sind Volkslieder aus anderen Ländern ... viele Tanzlieder sind dabei ... von der Musikrichtung ist es, glaube ich, nicht Pop und Rock... solche Musik kennt man aus Afrika und Asien und Indien … zwischen den Liedern wird nichts erzählt, wie bei manchen anderen CDs ... ich finde das schade, weil es interessant ist, etwas über dieses Land zu erfahren, z.B. wie die Leute da aussehen … ich fände es gut, wenn z.B. eine Geschichte erzählt würde, wie eine Familie um die Welt reist und dabei Lieder kennen lernt ... so könnte man noch was lernen, was man vorher noch nicht gewußt hat … vielleicht sind keine Texte zwischen den Liedern, weil es ein Buch dazu gibt ... und da steht ja auch, wo die Lieder herkommen, wie die den Tanz machen und wie die Menschen dort aussehen … da sind auch die Liedtexte zum Mitsingen drin… die Aufnahmen sind gut, da hat sich der Hartmut Höfele ganz schön viel Mühe gegeben ... das klingt wie echt, denn da werden dann auch die passenden Instrumente gespielt aus dem jeweiligen Land.“ Hessischer Rundfunk – Radio „Domino Klangohr“, Kinderjury* CD-Test 2008 Mittwoch 8. Oktober 2008, 14:05 Uhr
[*Die Klangohr Kinderjury testet an jedem 1. Dienstag im Monat eine Kinderlieder-CD. Es machen dabei Kinder mit, die Spaß an Musik haben und kritisch sind.
Gefragt wird, warum ihnen die Musik gefällt oder warum nicht. Ist der Text gut oder doof? Wie ist der Gesang, schön oder ätzend? Für welche Altersgruppe ist die CD? Gefällt das Cover?
Die Jury vergibt als Bewertung Trompeten: 1 Trompete – mies / 2 Trompeten – naja / 3 Trompeten – mittelmäßig / 4 Trompeten – gelungen / 5 Trompeten – außerordentlich / 6 Trompeten – einfach super]
Buch und CD enthalten 19 Kinderlieder aus Afrika, Asien, Amerika und Europa. Neben wenigen bekannten Liedern finden sich viele noch unbekannte Lieder, die einfach und schön sind. Viele Lieder sind schon für Erstklässler geeignet.
Fazit: Eine ansprechende Neuerscheinung mit vielen schönen Ideen. „PaMina“ Oktober 2008
Das Buch kommt aus dem erfahrenen musikpädagogischen Verlag und ist eines seiner Glanzwerke. Auf der einen Seite umfassende Vorbereitung, tiefes Einfühlen in die (kinder-) musikalische Welt der jeweiligen Kultur, auf der anderen Seite eine vielfältige Aufbereitung für Gebrauch mit Kindern und anderen sangesfreudigen Gruppen. H. Höfele und Koautorin D. Ferber haben die Motive von ihren Reisen und musikalischen Arbeiten aus den ausgewählten Ländern mitgebracht. Die CD ist auf anhörenswerte Weise eingespielt. Gesang: nur Kinder, alle Lieder original- und deutschsprachig, dazu eine zwar kindgemäße, aber immer anspruchsvolle und musikalisch die jeweilige Kultur gut treffende Begleitung. Doch das Beste sind die Begleittexte zu jedem Lied, die Erläuterung der Herkunft, die angebotenen Tanz- und Spielmöglichkeiten, die Rhythmisierungen und die Anregung zur eigenen „Weiterbearbeitung“ der Motive durch die Kinder. Unter Leitung erfahrener Musikpädagogen kann jedes dieser Lieder eine ganze Rhythmikstunde für sich ergeben. Jedoch auch weniger Versierte können mit einigen Beispielen des Buches und unter Einsatz der CD vergnügliche Stunden damit gestalten. Diesem Jibuli-Buch vergebe ich das Prädikat „pädagogisch wertvoll“, mal ganz ohne kritischen Hintergedanken, weil vor den guten Absichten à la Toleranz und kultureller Bildung etc. das musikalische Vergnügen und die Freude am Spiel stehen. „Folker“ 5/2008
Singen verbindet, und das grenzenlos, weltweit und in jedem Alter. Da auch der pädagogische Wert beim Singen von Liedern aus fremden Ländern und in fremden Sprachen sehr hoch sein kann, ist die Nachfrage nach möglichst authentischem Material groß. Speziell für Kinder geeignet ist ‚Jibuli‘, eine Sammlung von 19 Liedern aus fast allen Kontinenten, wobei einfache Kinderlieder aus Afrika und Asien überwiegen. Alle Lieder sind einstimmig notiert, eine Strophe ist jeweils in der Originalsprache, weitere Strophen in deutscher Übersetzung abgedruckt. Dazu werden Hintergrundinformationen, Vorschläge zur Instrumentalbegleitung und zu Improvisationsmöglichkeiten sowie ausführliche Anleitungen für das gemeinsame Bewegen zur Musik angeboten. Die Bewegungsmodelle sind sehr vielfältig und einfach umzusetzen und verleihen den eingängigen Melodien erst ihre Originalität. Echte Ohrwurm-Qualitäten hat das Titellied ‚Jibuli‘ aus Tansania, ein ‚Hasenhoppeltanzlied‘ über die kleinen Nager aus dem Serengeti-Nationalpark. Eine weitere Überraschung ist die türkische Version von ‚A,B,C, die Katze lief im Schnee‘, der türkische Text stammt von Eduard Zuckmayer, einem Bruder des berühmten Schriftstellers. Das ansprechend gestaltete Notenheft wird durch eine (separat erhältliche) CD ergänzt, auf der alle Stücke eingespielt und eingesungen sind. Die Herausgeber haben dabei auch viele Originalinstrumente wie Sitar, Ukulele und Chalumeau eingesetzt. „Neue Chorzeit“ September 2008