Autor: Cäcilia Overbeck • Johannes Overbeck
Dass es im mythologischen Götterhimmel nicht ganz harmlos zugeht, ist ja bekannt. Aber dass der Zoff so groß ist zwischen den Sprösslingen von Göttervater Zeus, erstaunte das Publikum im vollbesetzten Kulturzentrum doch.
Das Musical " die Götterolympiade" brachte auf witzige Weise ans Tageslicht, warum "wir Menschen sind, wie wir sind - so ganz und gar verschieden". Eben, weil sich die Götter immer wieder einmischen.
Keine Frage, Ares ist der Stärkste, Aphrodite die Schönste. Athene die Klügste, Dionysos der Lustigste und Apoll ein Künstler und nicht von dieser Welt.
Der ewigen Streitereien leid, beschließen Zeus und Hera, dass jeder einen Tag lang die Geschicke der Menschheit lenken darf. Bewährt hat sich aber keiner. Bei Ares gab es Mord und Totschlag, bei Aphrodite wurde es ziemlich langweilig.
Bei Athene kam Götterbote Hermes angesaust, um das Experiment zu vertagen - "die Leute wissen sonst mehr, als sie vertragen", meinte er.
Dionysos hat alle unter den Tisch getrunken, und auch Apoll war nicht die Rettung. "Dichter, Schauspieler, Maler - von den Künsten ganz besessen - haben die Leute zu leben total vergessen", stellte Hermes beim Blick auf die Erde durchs Fernglas fest.
Komponiert (und getextet) haben das Musical Cäcilia und Johannes Overbeck. Mit diesem Stück ist den beiden eine kurzweilige Geschichte gelungen mit abwechslungsreichen Liedern, die schnell ins Ohr gehen und die Götter (und uns Menschen) gut charakterisieren. Das Publikum war begeistert. Wer kann schon einem rappenden Hermes widerstehen?
(Rezension vom 21. Juli 2009)
in der schule führen wir das musical auf - ich will ja die aphrodite spielen - das musical ist klasse